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26.11.2015

Lesezeit: etwa 12 Minuten

Gedanken zu Asylflut und Islamismus

Asylflut und Islam: Höchste Zeit zum Umdenken

Wenn man den durchschnittlichen deutschen "Gutmenschen" befragt, ob und warum er die Aufnahme von hunderttausenden bis hin zu Millionen Asylbewerbern in Deutschland für richtig hält, dann bekommt man sehr wahrscheinlich eine Antwort, die sich ungefähr so anhört: "Diese Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Gewalt und wollen nur ihr Leben schützen. Wir müssen ihnen deshalb helfen."

Wo "liebe" Menschen auf der Flucht vor Gewalt sind, muß es "böse" Menschen geben, die für diese Gewalt verantwortlich sind. Das sind dann etwa die Terroristen vom IS oder von Boko Haram, die Truppen des Assad-Regimes, die Bombenflugzeuge von Putin und vielleicht ab und zu sogar mal das Militär der USA - die Bösen eben, die andere Menschen töten. Die Leute lassen sich diesem Bild zufolge ziemlich eindeutig als "lieb" oder "böse" charakterisieren. Unser Fünfjähriger hat das verstanden. Das Problem ist nur: Der Komplexitätsgrad des Bildes, das viele Erwachsene zu dieser Thematik im Kopf haben, ist nur geringfügig höher.

Das liegt auch und vor allem an der Art und Weise, wie Politik und Medien das Thema behandeln. Die Politiker pflegen dieses grob vereinfachende "gut-böse"-Bild seit Jahren, was insbesondere nach den Pariser Attentaten wieder deutlich zu Tage trat. In der Talkshow von Günter Jauch ließ EU-Parlamentspräsident Martin Schulz etwa verlauten, daß wir selbstverständlich weiter Flüchtlinge aufnehmen müßten - denn die würden ja gerade vor diesem Terror fliehen, den wir nun in Europa erlebt hätten. Diese Argumentation ist ein Abziehbild unseres "lieb-böse"-Weltbildes: Hier die verfolgten Flüchtlinge, dort die bombenwerfenden Terroristen.

Frau von der Leyen unterstützte die Aussage von Schulz, daß man nun erstrecht Flüchtlinge aufnehmen müsse, denn "der IS will, daß wir uns abschotten". Dieses Argument ist an Kuriosität nicht zu überbieten. Schon vergessen, daß der Islamische Staat zu Beginn des Jahres angekündigt hat, mehrere hunderttausend Flüchtlinge samt etlichen Terroristen, gewissenmaßen als "Trojanische Pferde", auf Booten nach Europa zu schicken? Inzwischen wissen wir, daß mindestens drei der Pariser Attentäter über die Flüchtlingsrouten gekommen sind. Was kann dem IS willkommener sein, als die scheunentorweit offenen Binnen- und Außengrenzen Europas?

Ein Horst Seehofer beschwichtigt mal wieder und versichert, daß das in Bayern nicht passieren könne. Dabei weiß er selbst nicht einmal ungefähr, wie viele tausend Flüchtlinge jede Woche nach Bayern strömen, ohne daß sie sich registrieren lassen. Darf man von jemandem, der die lukrativen Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetzes gar nicht in Anspruch zu nehmen gedenkt und von vorne herein in die Illegalität einwandert, annehmen, daß er gekommen ist, um sich hier an die Gesetze zu halten? Was können wir also auf diese Seehofer'schen Beruhigungspillen geben?

Zurück zu unserem "lieb-böse"-Schema: Leider ist die Realität deutlich komplizierter. Sie ist sogar so kompliziert, daß man die Begriffe "lieb" und "böse" möglichst ganz vermeiden sollte, wenn man sie - soweit das überhaupt möglich ist - verstehen will. Das gilt nicht nur im Hinblick auf die Frage, ob einzelne kriegführende Parteien vielleicht nun zu den "Lieben" oder den "Bösen" gehören - sondern im Hinblick auf den zufällig herausgegriffenen "normalsterblichen" Flüchtling, der vor unserer Haustür steht und um Asyl anfragt, sei er nun Syrer, Iraker, Afghane, Eritreer oder von irgendwo her.

Ist er nun "lieb" oder "böse"? Vielleicht weder das eine, noch das andere. Die Wahrscheinlichkeit, daß er zum Terroristen wird, ist ohne Zweifel sehr gering. Dennoch kommt er aus einer Gesellschaft, die Terrorismus, Blutrache, Ehrenmord, Clan-Strukturen, verbunden mit brutalen Hierarchien, Unterdrückung von Frauen und Andersgläubigen usw. usf. hervorgebracht hat. Man kann nun mit Recht einwenden, daß der Einzelne ja gar keine Möglichkeiten hat, diese Zustände zu ändern. Dennoch: er ist von dieser Gesellschaft geprägt worden, und vor allem hat er sie auch selber zu einem kleinen Teil mitgeprägt.

Denn keine raumfremde Macht hat die Völker des Nahen Ostens dazu gezwungen, über Jahrhunderte eine Kultur weiterzutragen, in der Mädchen zwangsverheiratet oder gegen Ziegen gehandelt werden. Die Terrorarmeen von Al-Qaida und vom IS, welcher immerhin mehr als 20 Prozent Anhänger unter der Bevölkerung Syriens hat, sind die radikale Spitze der gesellschaftlichen Zustände in den Staaten des Nahen Ostens. Mehr als jeder fünfte Bewohner Syriens sieht Umfragen zufolge im Wirken des Islamischen Staats einen "positiven Einfluß"! Aber alle, die aus Syrien hierher kommen, fliehen vor dem Terror...

Man kann nun entgegenhalten, daß jede Religion ihre Spinner und Extremisten hat. Das ist zweifellos richtig. Doch ist es verkehrt, aus der Bedeutung der Spinner innerhalb der Religion sowie deren "Wahnsinnsgrad" auch Rückschlüsse auf die Religion insgesamt sowie die durchschnittliche Mentalität ihrer Vertreter zu ziehen? Wenn man von den Extremisten im Christentum spricht, könnte man etwa die "Zwölf Stämme" nennen, die ihre Kinder einsperren und gnadenlos verprügeln. Aber hat man von den "Zwölf Stämmen" schon mal gehört, daß sie Geiseln nehmen, diesen den Kopf abschneiden und die Videos solcher Massaker ins Internet stellen? Ist ihre Bedeutung innerhalb des Christentums vergleichbar mit den radikalen Gruppierungen innerhalb des Islams?

Wohl kaum. Warum aber sind gerade die Muslime und Araber so überrepräsentiert, wenn es um Krieg, Gewalt und Terror geht? Im Nahen Osten, insbesondere im Irak und in Syrien, kommt freilich der Umstand hinzu, daß sich hier verschiedene regionale und überregionale Akteure einen Stellvertreterkrieg liefern, dem die Bevölkerung seit Jahren und oftmals Jahrzehnten ausgesetzt ist. Schauplatz eines Konflikts zwischen Großmächten zu sein hat noch keinem Staat gut getan.

Doch es sind eben nicht nur die traumatisierten Kriegskinder des von den USA vom Zaun gebrochenen Irakkriegs, die im Namen Allahs für das Kalifat in den Krieg ziehen. Denn der IS rekrutiert seine Dschihadisten auch weit weg von Bomben und Granaten, nämlich unter den jungen Muslimen in Europa und nicht zuletzt im Sozialbiotop Deutschland. Auch der "europäische Islam" liefert dem Kalifat also offensichtlich seine Soldaten.

Sicher spielen beide Faktoren - die andauernde Kriegssituation, vorwiegend zu verantworten durch die USA und ihre NATO-Vasallen, sowie die in den islamischen Staaten vorherrschende Mentalität der Bevölkerung - eine Rolle, wenn junge Leute mitten in Paris ein Massaker anrichten oder als Freiwillige in der schwarzen Uniform des IS die Bevölkerung ganzer Dörfer ausradieren. Aber kein Mensch kann kann den letztgenannten Punkt einfach wegleugnen und ernsthaft behaupten, daß solch ein Wahnsinn nichts mit dem Islam zu tun habe.

Wenn sich Attentäter mit "Allahu Akbar" auf den Lippen in die Luft jagen, dann ist der Bezug zum Islam so offensichtlich, daß die Einwände mancher Gelehrter, wonach der IS "unislamisch" handle, fast schon wie auswendig gelernte Glaubensbekenntnisse wirken - ganz abgesehen davon, daß es nicht wenige Koran-Suren gibt, mit denen die Kopfabschneider-Milizen ihr barbarisches Treiben eins zu eins rechtfertigen können.

Lassen wir Terroristen und Extremisten einen Moment lang beiseite und werfen wir einen Blick auf die arabisch-islamischen Länder, in denen es noch verhältnismäßig moderat zugeht - etwa Marokko und Algerien, die beide mit dem "Arabischen Frühling" fast nichts zu tun hatten, oder Tunesien, wo sich die Lage wieder einigermaßen normalisiert hat. Abgesehen davon, daß auch dort die IS-Ableger im Aufschwung sind, muß man sich die Frage stellen: Was haben diese Gesellschaften zu bieten, von dem wir der Meinung sind, daß wir es dringend auch in Deutschland und Europa brauchen? Wo sind die Bereicherungen, die wir uns erhoffen? Auch dort sind die steinzeitlichen Islam-Vorstellungen tief in der Gesellschaft verankert, auch dort werden Christen verfolgt und Frauen unterdrückt - wenngleich auch nicht in dem Ausmaß wie im IS-Kalifat.

Schauen wir auf Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien, von denen die meisten seit vielen Jahrzehnten keinen Krieg auf ihrem Staatsgebiet mitmachen mußten. Wo hat der barbarische Wahhabismus, ein Zwillingsbruder der IS-Ideologie, seinen Rückhalt in Staaten, bei denen das Argument der Kriegstraumatisierung definitiv nicht zählt? Woher soll das bitteschön kommen, wenn nicht von den Arabern selbst?

Es gibt sie definitiv und es sind gar nicht wenige: die gemäßigten Muslime, die Humanisten, die unter Berufung auf Allah Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe praktizieren. Aber wie groß ist ihre Bedeutung? Wo in der arabischen Welt haben sie politische Macht? Warum sollen wir uns darauf verlassen daß sie gerade in Europa das Oberwasser unter den Muslimen haben werden, wenn sie es doch zwischen Marokko und Indonesien praktisch nirgends haben?

Man kann nun darüber streiten ob es der Islam ist oder die die Völker die ihn angenommen haben und praktizieren. Fakt ist es gibt keinen Grund anzunehmen, daß sich die muslimischen Einwanderer in Europa auch nur ansatzweise integrieren lassen, wenn sie hier in der Mehrheit sind. Man kann es nicht oft genug sagen: Es ist absurd, die Bevölkerung des Nahen Ostens in die Kategorien "böser Terrorist" und "lieber Flüchtling" zu unterteilen. Die islamistischen Terroristen sind nur die radikalen Ausläufer von Menschen, die in der Masse ganz anders ticken als wir Europäer, auch wenn man noch so viele gemäßigte Vorzeigevertreter präsentieren kann.

Die Frage, warum diese Leute so anders ticken, ist definitiv nicht einfach zu beantworten. Fakt ist aber: Wer von vorneherein annimmt, daß alle Völker und Menschen gleich sind (das ort "gleich" ist nicht mit "gleichwertig" zu verwechseln!) und wer Fakten verschweigt und leugnet, die darauf hindeuten, daß die Unterschiede erstens vorhanden und zweitens ziemlich deutlich sind, der wird auf diese Frage niemals eine Antwort finden - was weiter nicht schlimm wäre, wenn er nicht gleichzeitig eine blinde Toleranzpolitik unterstützen würde, die hier Probleme erschafft, denen wir jetzt schon nicht mehr Herr werden.

Diejenigen, die der Meinung sind, das alles ließe sich durch Integration lösen, sollen einen Blick nach Duisburg-Marxloh, nach Bremen oder nach Neukölln werfen. In (noch) nicht ganz so krasser Ausprägung gelten diese Zustände für praktisch jede mittelgroße Stadt in Westdeutschland; für die Großstädte und ihre Problemviertel insbesondere.

Und überall lautet das Fazit: Dort, wo es zahlenmäßig überschaubar bleibt, kann es funktionieren. Wo die muslimischen Einwanderer nicht die Möglichkeit haben, als abgeschottete Gruppe nach ihren Gewohnheiten zu leben und sich stattdessen integrieren müssen, da fallen sie meistens nicht auf. Wenn sie aber erst ihre Parallelgesellschaften gebildet haben und große Teile der Bevölkerung nur noch über das Sozialamt und die Polizei Kontakt zur deutschen Gesellschaft haben, ist der Zug für eine erfolgreiche Integration schon längst abgefahren. Dann werden auch die "moderaten" Muslime von den islamischen Parallelgesellschaften stärker angezogen als von den Lebensgewohnheiten der Einheimischen. Hier hilft nur noch ein anderer Zug: der zurück ins Heimatland.

Kommen wir zurück zur eng damit verknüpften Asyl-Thematik: Die nach den Pariser Attentaten angestoßene Diskussion um innere Sicherheit schreit nach einer Lösung, die auch ohne die jetzt erst ins Bewußtsein gerückte Terrorismusgefahr die Vernünftigste wäre: Wir müssen die Grenzen dicht machen und den Flüchtlingen vor Ort helfen. Aus zahlreichen Gründen:

1. Nur so halten wir uns Terrorismus vom Leib, aber auch die unzähligen anderen Probleme wie Kriminalität, Integrationsprobleme, soziale Brennpunkte, Wohnungsnot, Vermüllung sowie gesundheitliche Gefahren, die man nicht unterschätzen sollte.

2. Mit dem gleichen Geld kann man durch die Unterstützung von Flüchtlingslagern vor Ort ein Vielfaches bewirken. Man muß immer bedenken, daß die bisherige Asylpolitik die Menschen nach extrem sozialdarwinistischer Manier in Flüchtlinge erster und zweiter Klasse unterteilt - sozialdarwinistisch deshalb, weil in die erste Klasse nur kommt, wer sich eine Flucht ins Sozialparadies Deutschland leisten kann. Welche Option ist uns lieber? Daß von einer Million Flüchtlingen 200.000 über ein iPhone und 360 Euro Bargeld im Monat verfügen und die restlichen 800.000 gegen den Hungertod kämpfen müssen - oder daß stattdessen alle zumindest Verpflegung und Zugang zu sauberem Trinkwasser haben?

3. In den Flüchtlingslagern, die dann von Europa aus versorgt werden, hat man nicht mehr das Problem, daß uns hunderttausende Abgeschobene zum Narren halten und über Monate und Jahre weiterhin Leistungen beziehen, obwohl sie unser Land längst hätten verlassen müssen.

4. Jeder darf vor Ort einen Asylantrag stellen und keiner muß die todbringende Fahrt übers Mittelmeer wagen. Wer tatsächlich politisch verfolgt ist und Anspruch auf Asyl nach Artikel 16a GG hat - und das sind weniger als ein Prozent - den können wir dann auch problemlos in Europa aufnehmen.

5. Den Schleppern wäre auf diese Weise definitiv der Boden unter den Füßen entzogen.

6. Es wäre wesentlich einfacher, für solch ein Programm die europäischen Partner ins Boot zu holen und den untragbaren Zustand zu beenden, daß nur drei oder vier Staaten in Europa die Last der Asylflut tragen.

7. Wenn in Syrien und im Irak wieder friedlichere Zustände herrschen, dann gibt es keine Diskussion darüber, ob die Flüchtlinge in Europa bleiben werden. Stattdessen gibt es für sie nur eine Option, und die ist definitiv die Sinnvollste: Anpacken und die Heimat wieder aufbauen!

Die logistische Unterstützung von Flüchtlingslagern in den Nachbarländern ist für Europa und für "Flüchtlinge zweiter Klasse" definitiv die bessere Lösung. Leider hat die Asylflut hierzulande so viele Profiteure erschaffen, daß der politische Wille hierzu schlichtweg nicht vorhanden ist.

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