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17.03.2018

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Russland und China setzen auf Gold!

 

Edelmetall und die Geopolitik

 

Sascha A. Roßmüller

Vom Handelskrieg zwischen USA und Russland bzw. China ist in jüngerer Zeit immer wieder einmal die Rede, von einem Währungskrieg weitaus weniger, was allerdings nicht heißen muss, dass nicht auch währungspolitisch von den globalen Mächten diesbezügliche Strategien verfolgt werden. Die USA sind um die Aufrechterhaltung des Status ihres US-Dollars als Weltleitwährung bemüht, während andere Großmächte, wie beispielsweise Russland und China, sich gegenüber dem Dollar zu emanzipieren bestrebt sind. Und auch wenn die Zeiten des Goldstandards längst vorbei sind, spielt das Edelmetall in diesem Zusammenhang eine nicht unerhebliche Rolle. Der Goldstandard ist eine Währungsordnung, bei der die Währung entweder aus Goldmünzen besteht oder aus Banknoten, die einen Anspruch auf Gold repräsentieren, sprich dafür eingetauscht werden können bzw. eine Notenbank einen festen Umtauschkurs ihrer Banknoten zu Gold garantiert und vor allem zu jedem Zeitpunkt den in der gesamten Menge gewährleisten könnte.

Zum Schutz vor geopolitisch begründeten Konflikten, als welche man die handelspolitischen Streitigkeiten der USA mit China oder die amerikanische und europäische Sanktionspolitik gegenüber Russland bezeichnen könnte, trachten die von us-hegemonialen Maßnahmen betroffenen Nationen häufig dazu, ihre Währungsreserven zu diversifizieren, um in keine allzu große währungspolitische Abhängigkeit zu geraten. Laut einer Meldung des Portals goldseiten.de zeigen sich die staatlichen Kreditinstitute Russlands, die Gefahr vor Augen, dass ihre ausländischen Aktiva im Westen eingefroren werden könnten, sehr kauffreudig gegenüber physischem Gold. Der russische Goldvorrat hat sich seit der Jahrtausendwende um mehr als 500 Prozent erhöht. Seit Mitte 2015 vermehrte das Land seine Gesamtbestände an Gold um fast 560 Tonnen. Der Erwerb des Edelmetalls erreichte allein im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 223 Tonnen. Dies entspricht nahezu 18 Prozent der gesamten russischen Reserven. Die Zentralbank von Russland erweiterte ihre Reserven im Dezember 300.000 Unzen Gold, sprich 9,3 Tonnen des begehrten Edelmetalls. Dem World Gold Council zufolge ist Russland nicht nur der gegenwärtig größte Aufkäufer von Gold, sondern zudem weltweit drittgrößter Goldproduzent. Allein die vergangenen zehn Jahren baute Russland mehr als 2.000 Tonnen Gold ab. Bis zum Jahr 2030 soll die Produktion auf 400 Tonnen jährlich angehoben werden.

Der Edelmetallexperte Michael Kosares verwies auf dem Portal usagold.com darauf, dass neben den derzeit jährlich 250 Tonnen Gold, die in Russland gefördert würden, China als weltweites Goldförderland Nummer Eins auf eine Fördermenge von 455 Tonnen käme, und aufgrund der Inlandsankäufe in den beiden Nationen 23 Prozent der jährlichen Weltgoldproduktion den internationalen Markt nicht erreichen würden. Diese verblieben in deren heimischen Wirtschaft bzw. dienten zur währungspolitischen Absicherung der beiden Länder. Und der Edelmetallexperte Ronan Manly aus Singapur äußerte in einem Interview gegenüber Russia Today, es für Möglich zu halten, dass China und Russland sogar zum Goldstandard zurückkehren könnten und verwies auf einen zwischenzeitlichen Bestand beider Nationen von zusammen 3.670 Tonnen Gold. Einer Reuters-Meldung zufolge hat sich das Handelsvolumen an der chinesischen Edelmetallbörse Shanghai Gold Exchange im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent auf 54.292 Tonnen erhöht. Gleichzeitig habe der Umsatz um 14,8 Prozent zugenommen und sei auf umgerechnet 2,38 Billionen Dollar angestiegen.

Im April vergangenen Jahres kündigten Russland und China eine Kooperation ihrer beiden Länder im Goldhandel an. Die beiden Edelmetall-Schwergewichte sind auf diese Art ohne Zweifel in der Lage, einen maßgeblichen Einfluss auf den globalen Goldpreis auszuüben. Der Erwerb von Edelmetall ist keine zufällige von Privatinvestoren getriebene Marktlaune, sondern erfolgt gezielt und bewusst als Bestandteil der russischen Währungspolitik auf Betreiben der Regierung. „Auf Anweisung von Präsident Putin setzt die russische Zentralbank das Programm zur Erhöhung des absoluten Anteils von Gold an den gesamten Gold- und Währungsreserven Russlands seit vielen Jahren um", bestätigte der Erste Vize-Vorsitzende der Zentralbank Russlands, Sergej Schwezow, Ende November vergangenen Jahres auf einer Edelmetall-Konferenz in Moskau. Dass die russische Politik auf diesem Feld die Fäden in der Hand behalten will, was wiederum die Bedeutung unterstreicht, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass in 2017 staatlicherseits mehr als zwei Drittel der gesamten inländischen Minenproduktion aufgekauft wurden. „Da Gold gewöhnlich als Vorrat gelagert wird, ist es ein von jeglichen Regierungen, einschließlich westlichen, unabhängiges Anlagegut. Dies könnte angesichts der Tatsache, dass Russland finanziellen Sanktionen ausgesetzt ist, Anklang finden", unterstrich der Metallanalyst der Londoner Macquarie Group Matthew Turner die geopolitische Bedeutung des Goldes Ende letzten Jahres gegenüber Bloomberg.

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