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22.12.2011

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Eine halbe Billion

Die Europäische Zentralbank hat der Finanzindustrie in dieser Woche ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht. Banken konnten sich von der EZB soviel Geld leihen, wie sie wollen – nach oben unbegrenzt und zum Dumping-Zinssatz von einem Prozent. Laufzeit drei Jahre. Und die Banken, und hier trifft das Attribut „notleidend“ durchaus zu, haben zugegriffen: eine halbe Billion Euro. Die Hoffnung des Brüsseler Kommissarsregimes, der nationalen Handlanger und der EZB ist natürlich, daß die Banken das Geld einerseits an die „Wirtschaft“ als Kredite weiterleitet und andererseits Staatsanleihen maroder Staaten kaufen. Die halbe Billion wurde übrigens von den Banken bei der EZB mit Ramschanleihen „abgesichert“, mit wertlosen Staatsanleihen, die keiner mehr haben will.
Für die Banken könnte es ein gutes Geschäft sein, z.B. spanische oder italienische Staatsanleihen für fünf oder sechs Prozent zu kaufen, denn im nächsten Jahr besteht ein Refinanzierungsbedarf der ClubMed-Länder in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro. Aber auch die BRD braucht frisches Kapital. Die Entscheidung der EZB bedeutet also nichts anderes, als den Banken Millionen und Abermillionen Euro zu schenken – was heißt, zu schenken, von den europäischen Steuerzahlern überwiesen zu bekommen. Wenn es gut geht – in Ordnung; wenn die Staaten „notleidend“ werden, zahlt eben der Steuerzahler die „Rettungspakete“ für Banken und Staaten. Es ist aber fraglich, ob die Rechnung von EZB-Präsident Draghi und seinen Komplizen aufgeht, denn der Interbankenverkehr ist fast völlig zum Erliegen gekommen, durch die Ramschpapiere in ihren Bilanzen brauchen die Banken ein höheres Eigenkapital und der EZB-Kredit verschafft ihnen etwas Luft.
Schulden durch Schulden zu bezahlen funktioniert im Privatleben nicht und auch nicht bei Volkswirtschaften. Natürlich wird die politische Klasse – die im Auftrag der Hochfinanz handelt – mit allen Mitteln versuchen, den Kollaps hinauszuzögern. In der Zwischenzeit werden durch die europäischen Steuerzahler die virtuellen Staatsschulden monetarisiert, die Hochfinanz reißt sich die wirklichen Werte unter den Nagel – Bodenschätze, landwirtschaftliche Nutzflächen, Infrastruktur, Industriebetriebe, Medien, korrupte Politiker usw.
Sich dem Niedergang und dem Ausverkauf unseres Landes entgegenzustellen, mag in dieser Zeit nicht opportun zu sein. Die NPD wagt es trotzdem.
 


Quelle: http://www.npd-bayern.de/

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