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19.10.2010

Lesezeit: etwa 1 Minute

„ Fachkräftemangel„

Die herrschende Politik wird nicht müde zu behaupten, daß es in Deutschland einen akuten Mangel an Fachkräften gäbe und wir deshalb verstärkt ausländische Spezialisten anzuwerben hätten. Kann man also davon ausgehen, daß die Millionen deutschen Arbeitslosen alle nur ungelernte Hilfsarbeiter sind? Nun ja, was nicht paßt, wird eben passend gemacht, lautet eine alte Handwerkerweisheit. Und so gehen die Jobcenter mittlerweile ganz ungeniert dazu über, arbeitslose deutsche Fachkräfte einfach als "Ungelernte" zu führen und ihnen ihre Berufserfahrung abzuerkennen.

Genau das wiederfuhr jetzt einem arbeitssuchenden ausgebildeten Kaufmann aus Coburg, der von der Arge zu einer "Weiterbildung" als Metall-Hilfsarbeiter verdonnert wurde. Als er sich unter Berufung auf seine vorhandene Qualifikation gegen die offensichtlich völlig verfehlte Maßnahme wehrte, wurde dem deutschen Facharbeiter seitens der Behörde sinngemäß mitgeteilt, daß er aufgrund langjähriger Erwerbslosigkeit mittlerweile wieder als ungelernt gelten könne. Die mehr als einjährige Berufserfahrung des jungen Mannes wurde auf einige wenige Wochen heruntergerechnet.

Wenn aus gut ausgebildeten, beschäftigungslosen deutschen Fachkräften durch einen simplen Federstrich quasi über Nacht ungelernte Fließbandarbeiter werden, ist es natürlich nachvollziehbar, warum von Politik und Wirtschaft plötzlich ein Mangel an entsprechenden Experten beklagt werden kann. Daß dann von Brüderle & Co. aber ausgerechnet nach angeblich hochqualifizierten Ausländern gerufen wird, sollte hellhörig machen. Wieso werden denn nicht zuerst deutsche Arbeitslose qualifiziert und Arbeitsplätze für Deutsche geschaffen, wie es sogar ein Horst Seehofer fordert!?

Ist dieses System wirklich derart volksfeindlich, daß es immer unverschämtere Begründungen für noch mehr sinnlose Zuwanderung erfinden muß? Das Argument der "kulturellen Bereicherung" zieht langsam aber sicher nicht mehr, nun erzählt man uns etwas von dringend benötigten "Facharbeitern". Es ist doch immer dasselbe Spiel! Und auf der Strecke bleibt stets der Deutsche, welcher den eigenen Untergang im Multikulti-Einheitsbrei noch selbst zu bezahlen hat. Aber wehe, wenn einmal er notgedrungen die Hand aufhalten sollte, dann geht es ihm sehr schnell so wie einem arbeitslosen "ehemaligen" Kaufmann aus Coburg…

Wielange noch?

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